Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 2. November 2026
1. Geltungsbereich
1.1 Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung von Quiz Planner zwischen dem Anbieter (GremiumHub GbR, Brooksheide 4a, 22549 Hamburg, Deutschland, siehe Impressum) und dem Kunden.
1.2 Kunde ist, wer einen Arbeitsbereich anlegt oder einen kostenpflichtigen Pass erwirbt. Das kann ein Verbraucher (§ 13 BGB) oder ein Unternehmer, eine Schule, eine Hochschule oder eine Behörde sein. Soweit einzelne Regeln nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, steht das ausdrücklich dabei.
1.3 Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
1.4 Gäste, die mit einem Beitrittscode an einer Session teilnehmen, schließen mit dem Anbieter keinen Vertrag. Für sie gilt die Datenschutzerklärung.
2. Leistung
2.1 Quiz Planner ist eine Web-Anwendung für Live-Quizze, Umfragen und Wortwolken. Moderatoren erstellen Quizze und starten Sessions. Gäste treten ohne Registrierung mit einem Code oder QR-Code bei.
2.2 Der Anbieter stellt die Anwendung auf Servern in Deutschland bereit. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Beschreibung auf der Preisseite zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Funktionen, die dort als „geplant“ markiert sind, schuldet der Anbieter nicht.
2.3 Der Anbieter entwickelt die Anwendung weiter. Er darf Funktionen ändern, wenn der vereinbarte Kern der Leistung (Abschnitt 4.1) erhalten bleibt und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
3. Konto, Arbeitsbereich und Vertragsschluss
3.1 Für die Nutzung braucht der Kunde ein Konto mit einer bestätigten E-Mail-Adresse. Der Kunde muss richtige Angaben machen und sein Passwort geheim halten. Er haftet für Handlungen, die unter seinem Konto geschehen, soweit er sie zu vertreten hat.
3.2 Zum Konto gehört ein Arbeitsbereich. Der Inhaber des Arbeitsbereichs (Owner) kann weitere Moderatoren einladen, Rollen ändern und den Arbeitsbereich verwalten. Der Inhaber ist Kunde im Sinne dieser AGB. Er sorgt dafür, dass eingeladene Moderatoren diese AGB und die Regeln in Abschnitt 8 einhalten.
3.3 Ein Konto ohne bezahlten Pass kann sich anmelden, Inhalte lesen und exportieren und den Pass erwerben. Quizze bearbeiten und Sessions starten sind erst mit einem aktiven Pass möglich.
3.4 Der Vertrag über einen Pass kommt so zustande: Der Kunde wählt im Bestellvorgang einen Pass und bestätigt die Bestellung mit der Schaltfläche „zahlungspflichtig bestellen“ auf der Zahlungsseite des Zahlungsdienstleisters Stripe. Das ist sein Angebot. Der Anbieter nimmt es an, indem er den Pass für den Arbeitsbereich freischaltet und dies per E-Mail bestätigt. Vor der Bestellung kann der Kunde Eingaben auf der Zahlungsseite prüfen und ändern.
3.5 Der Vertragstext (diese AGB) ist unter /agb abrufbar. Der Kunde kann ihn speichern oder ausdrucken. Die Vertragssprache ist Deutsch. Eine englische Übersetzung dient nur dem Verständnis; maßgeblich ist der deutsche Text.
3.6 Der Kunde muss voll geschäftsfähig sein. Das Angebot richtet sich nicht an Minderjährige als Vertragspartner. Schüler und Studierende können als Gäste teilnehmen, ohne Vertragspartner zu werden.
4. Pässe, Preise und Limits
4.1 Es gibt monatliche Pässe mit diesen Grenzen: Pass 20 (bis zu 20 Gäste pro Session), Pass 50 (bis zu 50 Gäste), Pass 200 (bis zu 200 Gäste), jeweils mit einer gleichzeitig laufenden Live-Session. Der Plan „Team und Bildung“ gilt nach Angebot und kann andere Grenzen haben (zum Beispiel mehr Gäste und mehrere gleichzeitige Sessions). Ein Pass gilt für alle Sessions des Arbeitsbereichs.
4.2 Die Preise stehen auf der Preisseite und auf der Zahlungsseite. Sie sind Endpreise in Euro. Sie enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer, soweit sie anfällt.
4.3 Ist die Grenze für Gäste erreicht, nimmt die Session keine weiteren Gäste auf. Der Anbieter darf außerdem technische Grenzen setzen, die alle Kunden schützen (zum Beispiel eine höchste Zahl gleichzeitiger Verbindungen). Wird eine solche Grenze erreicht, sehen neue Gäste einen Hinweis und können es später erneut versuchen.
4.4 Der Kunde kann jederzeit einen anderen Pass wählen. Den Wechsel und die Abrechnung des Unterschieds regelt der Zahlungsdienstleister im Kundenportal (anteilige Berechnung für den laufenden Zeitraum).
5. Zahlung
5.1 Ein Pass wird im Voraus für jeweils einen Monat berechnet. Die Zahlung läuft über Stripe. Der Kunde kann die dort angebotenen Zahlungsarten nutzen. Für die Zahlung gelten zusätzlich die Bedingungen von Stripe.
5.2 Das Abonnement verlängert sich um jeweils einen weiteren Monat, wenn der Kunde nicht kündigt (Abschnitt 6).
5.3 Rechnungen und Zahlungsbelege stellt der Anbieter oder Stripe elektronisch bereit. Der Kunde stimmt der elektronischen Rechnung zu.
5.4 Schlägt eine Zahlung fehl, versucht Stripe sie mehrfach erneut und der Anbieter informiert die Inhaber des Arbeitsbereichs per E-Mail. Der Pass bleibt für 7 Tage nach dem ersten Fehlschlag voll nutzbar. Danach ist der Arbeitsbereich schreibgeschützt: Der Kunde kann sich anmelden, Inhalte lesen und exportieren und die Zahlung nachholen, aber keine Quizze bearbeiten und keine neuen Sessions starten. Eine laufende Session beendet der Anbieter deswegen nicht. Endet das Abonnement wegen ausbleibender Zahlung, gilt Abschnitt 6.4.
5.5 Rücklastschriften, die der Kunde zu vertreten hat, darf der Anbieter dem Kunden in der Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten in Rechnung stellen. Dem Kunden bleibt der Nachweis eines geringeren Schadens vorbehalten.
6. Laufzeit und Kündigung
6.1 Der Vertrag über einen Pass läuft auf unbestimmte Zeit mit einer Mindestlaufzeit von einem Monat.
6.2 Der Kunde kann jederzeit zum Ende des bezahlten Monats kündigen. Dafür nutzt er im Bereich „Abrechnung“ die Schaltfläche zum Kundenportal und kündigt dort. Eine Kündigung per E-Mail an hello@quiz-planner.app ist ebenfalls möglich. Nach der Kündigung kann der Kunde den Pass bis zum Ende des bezahlten Zeitraums nutzen. Bereits gezahlte Beträge für den laufenden Monat werden nicht anteilig erstattet; das Widerrufsrecht des Verbrauchers (Abschnitt 7) bleibt unberührt.
6.3 Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des bezahlten Zeitraums ordentlich kündigen. Das Recht beider Seiten zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt zum Beispiel vor, wenn der Kunde schwer gegen Abschnitt 8 verstößt.
6.4 Nach dem Ende des Vertrags kann der Kunde sich weiter anmelden, seine Inhalte lesen und exportieren. Quizze bearbeiten und neue Sessions starten ist dann nicht mehr möglich, bis er einen neuen Pass erwirbt. Der Anbieter löscht die Inhalte nicht automatisch. Der Kunde kann seine Daten selbst löschen (Quiz löschen, automatische Löschung beendeter Sessions, Konto löschen) oder die Löschung des Arbeitsbereichs verlangen.
6.5 Der Anbieter darf Preise für künftige Abrechnungszeiträume ändern. Er teilt die Änderung mindestens 30 Tage vor dem Wirksamwerden in Textform mit und weist auf das Kündigungsrecht hin. Der Kunde kann bis zum Wirksamwerden der Änderung zum Ende des laufenden Zeitraums kündigen. Kündigt er nicht und zahlt er den neuen Preis weiter, gilt der neue Preis.
7. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular stehen unter /widerruf und gelten als Bestandteil dieser AGB. Unternehmer haben kein Widerrufsrecht.
8. Pflichten des Kunden und Inhalte
8.1 Der Kunde ist für die Inhalte verantwortlich, die er und seine Moderatoren in Quiz Planner eingeben (Fragen, Antworten, Texte, Teamnamen). Er stellt sicher, dass er dazu berechtigt ist und dass die Inhalte nicht gegen Gesetze oder Rechte Dritter verstoßen.
8.2 Der Kunde nutzt Quiz Planner nicht für rechtswidrige, beleidigende, diskriminierende oder gefährdende Inhalte. Er greift die Anwendung nicht an, umgeht keine Grenzen (zum Beispiel für Gäste oder Sessions) und stört den Betrieb nicht. Er nutzt keine automatisierten Verfahren, die den Dienst über das übliche Maß belasten.
8.3 Der Kunde ist gegenüber den Gästen seiner Sessions für die Information und Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung verantwortlich (Abschnitt 12). Er weist Gäste darauf hin, dass sie keinen echten Namen eingeben müssen.
8.4 Der Kunde räumt dem Anbieter das einfache, zeitlich auf die Vertragsdauer begrenzte Recht ein, die Inhalte zu speichern, zu verarbeiten und den Gästen und Moderatoren des Kunden anzuzeigen, soweit das zur Erbringung der Leistung nötig ist. Die Inhalte bleiben Eigentum des Kunden.
9. Verfügbarkeit und Wartung
9.1 Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeit. Quiz Planner läuft auf einem einzelnen Server. Störungen, Wartung und Ausfälle von Vorleistern (zum Beispiel Hosting, Zahlungsdienst, E-Mail-Dienst) sind möglich.
9.2 Der Anbieter plant Wartung und Updates möglichst außerhalb üblicher Veranstaltungszeiten. Bei einem Neustart des Servers laufen aktive Sessions danach aus der Datenbank weiter; Verbindungen werden kurz unterbrochen.
9.3 Der Anbieter sichert die Datenbank täglich. Ein Datenverlust von bis zu einem Tag ist bei einem schweren Ausfall möglich. Der Kunde soll wichtige Ergebnisse regelmäßig exportieren (CSV, JSON).
9.4 Der Kunde sollte für wichtige Veranstaltungen Ersatzpläne haben (zum Beispiel Papierfragen), da der Anbieter keine Ausfallfreiheit zusagen kann.
10. Sperrung
10.1 Der Anbieter darf ein Konto oder einen Arbeitsbereich sperren, wenn der Verdacht eines schweren Verstoßes gegen Abschnitt 8 besteht, wenn es das Gesetz oder eine Behörde verlangt oder wenn die Sicherheit der Anwendung bedroht ist. Er informiert den Kunden, sobald das möglich ist, und hebt die Sperre auf, wenn der Grund entfällt.
10.2 Bei einer Sperrung des Arbeitsbereichs enden laufende Sessions. Der Anspruch des Kunden aus dem Vertrag bleibt unberührt, wenn die Sperrung unberechtigt war.
11. Haftung
11.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit er eine Garantie übernommen hat.
11.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Pflicht, deren Erfüllung den Vertrag erst ermöglicht und auf die der Kunde regelmäßig vertraut) und beschränkt auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden. Bei Unternehmern ist diese Haftung auf die Summe der Entgelte der letzten zwölf Monate, höchstens 5.000 Euro je Schadensfall, begrenzt.
11.3 Die Haftung für Datenverlust ist auf den Aufwand begrenzt, der bei regelmäßiger Sicherung durch den Kunden (Export) zur Wiederherstellung entstanden wäre.
11.4 Die Haftung nach Datenschutzrecht (Art. 82 DSGVO) bleibt unberührt.
11.5 Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt das auch für seine gesetzlichen Vertreter, Gesellschafter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.
12. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
12.1 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach der Datenschutzerklärung unter /datenschutz.
12.2 Soweit der Kunde mit Quiz Planner personenbezogene Daten von Gästen oder eigenen Beschäftigten verarbeitet, ist er Verantwortlicher im Sinne der DSGVO und der Anbieter ist sein Auftragsverarbeiter. Dafür gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag unter /avv. Er wird mit dem Vertragsschluss Teil des Vertrags, wenn der Kunde Unternehmer, Schule, Hochschule, Behörde oder eine andere Stelle ist, die Daten zu beruflichen oder dienstlichen Zwecken verarbeitet.
13. Änderungen dieser AGB
13.1 Der Anbieter darf diese AGB ändern, wenn ein sachlicher Grund besteht (zum Beispiel eine Gesetzesänderung, neue Funktionen oder eine Lücke im Vertrag) und die Änderung für den Kunden zumutbar ist. Er teilt die geänderten AGB mindestens 30 Tage vor dem Wirksamwerden in Textform mit.
13.2 Der Kunde kann der Änderung bis zum Wirksamwerden widersprechen. Widerspricht er, gelten die bisherigen AGB weiter, und jede Seite kann den Vertrag zum Ende des laufenden Zeitraums kündigen. Der Anbieter weist in der Mitteilung auf diese Folgen hin. Eine Änderung der Hauptleistungen oder des Preises ist nur nach Abschnitt 6.5 oder mit Zustimmung des Kunden möglich.
14. Schlussbestimmungen
14.1 Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen nicht der Schutz zwingender Vorschriften des Staates entzogen wird, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
14.2 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
14.3 Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung wurde eingestellt.
14.4 Sind einzelne Bestimmungen unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.